09.05.19 || Neuer Schub für regionale Gesundheitswirtschaft

Am 19. März hat die Stadt Hennigsdorf im Rahmen einer europaweiten Aus-schreibung einen Auftrag für die Etablierung eines regionalen Clustermanage-ments im Bereich Life Sciences vergeben. Die Gesundheitswirtschaft im Regi-onalen Wachstumskern Oranienburg – Hennigsdorf – Velten (RWK O-H-V) soll durch Vernetzung der Unternehmen, Entwicklung von Gewerbeflächen sowie Profilbildung und Marketing gestärkt werden. Hinzu kommen Maßnahmen zur Fachkräfte- und Beschäftigungssicherung. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Die Life Sciences weisen die mit Abstand größten Wachstumsraten in der Beschäf-tigung der Region Oranienburg – Hennigsdorf – Velten auf. Allein in den vergange-nen 5 Jahren ist die Zahl der Beschäftigten um fast 30 % gestiegen, gegenüber 2008 sogar um 63 %. Die Unternehmen der Region sind vor allem in den Bereichen Diagnostik, Medizintechnik, Pharma, Wirkstoffentwicklung und branchennahe Dienstleistungen tätig. Thomas Günther, Bürgermeister der Stadt Hennigsdorf, hierzu: „Das regionale Clustermanagement wird dazu beitragen, den RWK O-H-V mit seinen Unternehmen und deren Leistungskraft in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg weiter zu profilieren und noch besser in Szene zu setzen. Wir wollen damit einen weiteren Impuls setzen, diesen zukunftsorientierten und innovativen Wirtschaftssektor in unserer Region voranzubringen.“

Dabei wird ein nachhaltiger Mix von Existenzgründung, Ansiedlung und Bestandssi-cherung angestrebt. Die Unternehmen werden darin unterstützt, sich zu vernetzen und regionale Wertschöpfungsketten auszubauen. Vorgesehen sind zudem Aktivitä-ten, um den Fachkräftebedarf abzusichern. Die Initiative geht mit der Schaffung von weiteren Labor-, Produktions- und Logistikflächen für die Life Sciences in Hennigs-dorf einher.

Auftrag an regional verankerte Bewerbergemeinschaft

Auftragnehmer für das regionale Clustermanagement ist eine Bewerbergemein-schaft bestehend aus bbb Biotechnologieverbund Berlin-Brandenburg e.V., co:bios Stiftung und DiagnostikNet-BB e.V. Alle drei Institutionen haben ihren Sitz in Hen-nigsdorf und engagieren sich seit Jahren für die regionale Gesundheitswirtschaft in der Region.

Der bbb ist ein Zusammenschluss von mehr als 160 Personen, Institutionen und Unternehmen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Berlin-Brandenburg. Er setzt sich für die Belange der Biotechnologie und den Austausch in der Region ein.

Die co:bios Stiftung unterstützt Forschung, Lehre und Bildung im schulischen, uni-versitären und berufsbildenden Bereich. Mit ihrer Tochtergesellschaft co:bios Innovation GmbH betreibt sie zwei BioTech Zentren in Hennigsdorf und bereitet der-zeit den Neubau eines weiteren BioTech Campus vor.

Der DiagnostikNet-BB e.V. bündelt die Interessen von rund 75 Unternehmen und Forschungsinstituten aus allen Bereichen der In-vitro-Diagnostik in Berlin-Branden-burg und acht weiteren Bundesländern, vor allem in den Bereichen Produktentwick-lung, Zertifizierung und Zulassung, Marketing, Vertrieb und Fachkräftequalifizierung.

Kontakt zum Regionalen Clustermanagement:
bbb Biotechnologieverbund Berlin-Brandenburg e.V.
Herrn RA Max-Erik Niehoff
Neuendorfstraße 18a
16761 Hennigsdorf
E-Mail: bbb@biotech-verbund.de
Telefon: 03302 – 494 5315